Sonderausstellung 2016, Schloss & Park Pillnitz

Die diesjährige Sonderausstelllung im Schloss und Park Pillnitz „Der Gärtner des Maharadschas - Ein Sachsen bezaubert Indien.“, ist dem Pillnitzer Gärtner Gustav Hermann Krumbiegel anlässlich seines 150. Todestag gewidmet. In enger Zusammenarbeit mit dem Schloss und Park Pillnitz und den Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH wurde durch perspektive.grün ein florales Ausstellungskonzept für den Schlosspark als Ergänzung zur musealen Sonderschau entwickelt, welches den Gartenbesucher in die Zeit Krumbiegels entführt.

Gärtnermeister Krumbiegel lernte während seiner Ausbildung in den Königlichen Gärten Pillnitz neben der grünen Handwerkskunst auch die Gartenmode des 19. Jahrhunderts kennen. Über Hamburg, Schwerin und London gelangte er nach Indien. Dort leitete er bald den Botanischen Garten von Bangalore und gestaltete üppige Stadt- und Palastgärten.

Das entwickelte Ausstellungskonzept überspannt den gesamten Schlosspark und lädt den Besucher zum Spazieren und Entdecken ein. Die vorhandenen Wechselflorbeete wurden den Teppichbeeten des 19. Jahrhunderts entsprechend vornehmlich mit Blattschmuckstauden in den verschiedensten Farben und Strukturen bepflanzt. Thematisch ergänzend wurden auch Bepflanzungen entwickelt, welche an die Üppigkeit der floralen Gestaltung in Indien erinnern. In der Formensprache lassen sich immer wieder Anlehnungen aus der Indischen Kultur erkennen, zum Beispiel wurden die schmalen Bänder in Lustgarten und Holländischem Garten mit wiederkehrenden Musterabfolgen gestaltet, welche man in der indischen Kleidermode immer wieder findet. Die beiden großen Pflanzkreise im Lustgarten wurden hingegen mit einer radialen Geometrie gestaltet, die der Mandala- und Rangoli-Kunst entnommen wurde. Ergänzend zu den Wechselflorflächen wurden speziell für die Sonderausstellung florale Elemente behutsam in den Schlosspark temporär eingefügt. Zu diesen zählen unter anderem eine Blumentreppe am Neuen Palais, welche aus Tontöpfen mit farbenfroher Bepflanzung zusammengestellt wurde und ein thematisch gestalteter Heckengarten. Für diesen wurde eine bis zu drei Meter hohe Blumenskulptur entwickelt, die sich aus zwei Pfauen zusammensetzt und an die überwältigenden Blumenschauen in Bangalore erinnert. Krumbiegel unterstütze zu seiner Zeit intensiv diese floralen Schauen, welche auch heute noch regelmäßig in Indien stattfinden. Der Pfau zählt zu den heiligen Tieren Indiens und wird dort besonders verehrt. Das Federkleid der tanzenden Pfaue wurde aus fast 7.000 kleinen Sukkulenten in verschiedenen Farben zusammengesetzt, welche in eine Metallgitterkonstruktion eingesetzt wurden. Die Kopfpartien sowie die Goldkugel wurden hingegen aus detailliert bemalten Figurenteilen gearbeitet.

FAKTEN

Planung 2015
Laufzeit 04 - 10/2016
Lph 1-3;5-8

Kontakt

0351 / 26 72 363

0351 / 26 72 364

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